Ambulante Operationen aus vertrauter Hand

In manchen Fällen ist eine Operation unerlässlich, um Besserung zu verschaffen. Für viele Patienten ist dies eine besonders aufregende Situation. Da hilft es oft schon, eine vertraute Person im Operationssaal zu wissen. In der Facharztpraxis Urologie Lutherer erhalten Sie deshalb Diagnose und ambulante Operation aus einer vertrauten Hand.

Unser ambulanter Operationssaal

Seit 2012 befindet sich ein eingerichteter Operationssaal auf neuestem krankenhaustechnischem Niveau in unserer Praxis. Dieser OP-Saal verfügt über einen Vorbereitungsraum, einen Sterilraum sowie eine Arzt- und Patientenschleuse.

Der Operationsraum ermöglicht es uns, unseren Patienten jeden Dienstag OP-Termine anzubieten. Um Schmerzen und Blutungen zu reduzieren, arbeiten wir dabei meist mit einem Laser. Dieser ist deutlich patientenfreundlicher als das herkömmliche Skalpell.

Wir operieren sowohl Kinder als auch Erwachsene. Beachten Sie jedoch bitte: Nicht alle Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Diese bieten wir Ihnen jedoch gerne als IGeL-Leistung an.

Vasektomie: die Sterilisation des Mannes

Die Vasektomie ist der chirurgische Eingriff zur Sterilisation des Mannes. Dabei wird der Samenleiter des Mannes verödet oder durchtrennt. Diese Operation erfolgt unter einer örtlichen Betäubung und ist die sicherste Verhütungsmethode für Männer.

Insgesamt ist die Operation oft in 10 – 20 Minuten geschafft. Spätestens nach Ablauf der ersten Woche liegen für gewöhnlich keine Schmerzen oder Schwellungen mehr vor. Nicht ohne Grund wird diese Operation bei Männern ohne oder mit bereits erfülltem Kinderwunsch immer beliebter.

Operationen an der Vorhaut

Phimose (Vorhautverengung)

Eine sehr häufige, urologische Operation wird bei der Vorhautverengung durchgeführt. Diese Verengung kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens entstehen. Häufig gibt es auch andere Behandlungsmöglichkeiten, doch je nach Fall ist eine Operation unvermeidlich. Dann wird der Patient beschnitten, die Vorhaut also ganz oder teilweise entfernt.

Bei der Beschneidung handelt es sich um einen häufigen Routineeingriff, der unter örtlicher Narkose erfolgt und in der Regel innerhalb von zwei Wochen vollständig verheilt.

Frenulum breve (verkürztes Vorhautbändchen)

Ist das Vorhautbändchen zu kurz, kann es zu Schmerzen bei der Erektion kommen. Dieses angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Problem lässt sich operativ leicht lösen. Dafür wird das Bändchen quer durchtrennt und anschließend längs vernäht.

Dadurch bekommt die Vorhaut mehr Spielraum und die Schmerzen treten nicht mehr auf. Dieser simple Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und in der Nachsorge mit Salben begleitet. Nach ca. drei Wochen ist eine mechanische Belastung des Genitals wieder möglich.

Präputiolyse bei Präputialverklebung (Vorhautverklebung)

In manchen Fällen ist die Vorhaut verklebt, obwohl keine Vorhautverengung vorliegt. Lässt sich dieses Problem nicht auf anderem Wege behandeln, ist auch hier ein kleiner Eingriff notwendig.

Die Beschneidung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Für gewöhnlich verheilt die Wunde innerhalb von zwei Wochen.

Feigwarzen (Condylomete accuminata)

Feigwarzen sind eine HPV-Vireninfektion. Sie gehören zur Kategorie der sexuell übertragbaren Erkrankungen. Optisch handelt es sich um gutartige Hautwucherungen im Intimbereich, wobei sich stecknadelkopf- bis mehrere Zentimeter große Warzen bilden. Sie sind rötlich, grau-bräunlich oder weißlich gefärbt.

Feigwarzen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Sie werden für gewöhnlich durch direkten Haut- und Schleimhautkontakt übertragen, also maßgeblich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Da sich Feigwarzen unbehandelt schnell ausbreiten und stark ansteckend sind, ist eine Behandlung unerlässlich. In einer Operation tragen wir die Wucherungen per Laser ab. Diese Methode eignet sich besonders für großflächige und wiederkehrende Feigwarzen.

Operationen am Hoden

Hydrozele (Wasserbruch)

Bei der Hydrozele sammelt sich eine größere Menge Flüssigkeit im Hodensack. Dies kann verschiedene Ursachen haben und ist entweder angeboren oder erworben. Normalerweise ist diese Flüssigkeitsansammlung schmerzlos.

Je nach Ausprägung muss sie jedoch operativ entfernt werden. Dafür wird ein Schnitt am Hodensack durchgeführt. Anschließend kann man die Flüssigkeit ableiten. Bei dieser Operation wird auch die innere Hodenhülle abgetragen, was ein erneutes Auftreten des Wasserbruchs verhindert.

Spermatozelen-OP

Spermatozelen sind vom Nebenhoden ausgehende Retentionszysten. Sie sind also durch eine Abflussbehinderung entstanden. Zumeist sind diese zystischen Aufweitungen am oberen Hodenpol lokalisiert und mit spermienhaltiger, eiweißreicher Flüssigkeit gefüllt.

Für gewöhnlich sind diese Zysten von geringer Größe und kaum wahrnehmbar. Sie können jedoch auch wesentlich größer und dadurch störend werden. In diesem Fall verschafft eine Operation Abhilfe.

Dabei wird der Hodensack mit einem kleinen Schnitt geöffnet und die Zysten entfernt. Dies sollte jedoch nur gemacht werden, wenn die Zysten in der Größe zunehmen und ein schmerzhaftes Druckgefühl auslösen. Andernfalls sollte die Operation nach Möglichkeit vermieden werden.

Blasen-Operationen

Blasensteine

Blasensteine sind feste, steinartige Gebilde innerhalb der Harnblase. Sie entstehen durch das Auskristallisieren bestimmter Salze im Urin. Für gewöhnlich passiert dies nur, wenn diese Salze in zu hoher Konzentration vorkommen.

Oftmals treten Blasensteine ohne Beschwerden auf. Sie können sich jedoch an der Blasenwand festsetzen und so den Ausgang zur Harnröhre versperren. Dabei kommt es zu Schleimhautreizungen, die sich als plötzlich auftretende, kolikartige Unterbauchschmerzen bemerkbar machen. Zusätzlich treten Schmerzen beim Wasserlassen auf, der Harnstrahl bricht plötzlich ab oder es ist Blut im Urin sichtbar.

Entsteht ein Harnstau oder eine schwere Infektion, muss der Blasenstein operativ entfernt werden. Im Zuge einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) wird er mit einer Zange zerkleinert und direkt entnommen. Bei Erwachsenen erfolgt dieser Eingriff mit örtlicher Betäubung, bei Kindern unter Vollnarkose. Für gewöhnlich dürfen Patienten noch am selben Tag wieder nach Hause.

Blasentumore

Wie in allen Organen kann sich auch in der Blase ein Tumor bilden. Zu den Symptomen gehören schmerzhaftes Wasserlassen sowie Blut im Urin. Tritt ein solcher Tumor auf, muss er operativ entfernt werden.

Da die meisten Blasentumore oberflächlich wachsen und klar abgegrenzt sind, lassen sie sich gut operieren. Kleine Blasentumore entfernt man durch die Harnröhre (endoskopisch). Dabei kommt ein Laser zum Einsatz (transurethrale Elektroresektion, TUR), mit dem das Tumorgewebe fein abgetragen und anschließend untersucht wird.

Ist der Befund bösartig, werden anschließend weitere Maßnahmen eingeleitet. In jedem Fall ist eine umfangreiche Nachsorge wichtig.

Blasenhalsverengung

Bei einer Blasenhalsverengung ist der Übergang von Blase zu Prostata verengt. Dadurch kann der Urin nur schwer abfließen. Das führt zu einem abgeschwächten Harnstrahl sowie wiederkehrenden Blasenentzündungen und Schmerzen beim Urinieren.

Bei einer fortgeschrittenen Blasenhalsverengung hilft ein operativer Eingriff. Diesen führen wir als Blasenhalsresektion nach Turner/Warwick durch. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass kein Prostatagewebe abgetragen werden muss, um den Durchfluss zu erweitern. Stattdessen wird der Blasenhals mittels elektrischer Hakensonde eingekerbt und so erweitert.

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