Unser Labor

Kurze Wege, schnelle Ergebnisse: In unserem eigenen Labor ermitteln wir anhand von Blut-, Urin- oder Spermaproben zahlreiche Werte. Diese dienen der Früherkennung und der Analyse für eine optimale Behandlung.

Dafür ist eine gesonderte, mikrobiologische Zulassung nötig. Nur wer diese Zulassung hat, darf ein eigenes Labor für Mikrobiologie betreiben. Christian Lutherer besitzt diese Zulassung.

Unser Labor nutzen wir ausschließlich für Wunsch-Leistungen (IGeL) und private Leistungen. Bei Routineuntersuchungen arbeiten wir mit einem zentralen Labor in Koblenz zusammen. Dies müssen wir machen, da unser Labor ansonsten zu stark ausgelastet wäre.

Hilfe gegen multiresistente Keime

In unserem Labor züchten wir z. B. bei Harnwegsinfekten Keime an. Darüber bestimmen wir dann, um welchen Keim es sich genau handelt. Das erleichtert die Therapie, denn so können wir zielgerichtet das geeignete Antibiotikum verschreiben.

Für diesen Vorgang wird eine kleine Urinprobe genommen. Im Antibiogramm bewerten wir anschließend zehn bis zwanzig Antibiotika. Am Ergebnis sehen wir dann, gegen welche Mittel der Patient bereits resistent ist. So verordnen wir das passende Antibiotikum und verhindern eine unwirksame Medikation.

Diese Keimbestimmung und Antibiotikaaustestung ist das ideale Mittel gegen multiresistente Keime.

Folgende Werte untersuchen wir in unserem Labor:

Tumormarker
  • PSA (prostata-spezifisches Antigen) / fPSA (freies prostata-spezifisches Antigen): PSA ist ein Eiweiß, das ausschließlich von Prostatazellen gebildet wird. Dieser Wert gibt also Aufschluss über den Zustand der Prostata. Deshalb wird er zur Früherkennung von Prostatakrebs sowie zur Verlaufskontrolle ermittelt.
  • CEA (carcinoembryonales Antigen): CEA ist ein Eiweiß, das hauptsächlich von Zellen der Darmschleimhaut, der Bauchspeicheldrüse und der Leber produziert wird. Ist der Wert erhöht, kann dies ein Hinweis auf eine Krebserkrankung oder Entzündung in einem dieser Organe sein.
  • CA 19-9 (Carbohydrat-Antigen 19-9): Auch CA 19-9 ist ein Eiweiß, das u. a. in den Zellen der Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase, Magen, Dickdarm und Lunge vorkommt. Es dient ebenfalls als Tumormarker für Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts.
Geschlechtshormone
  • Testosteron: Es ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon und wirkt sich auf die Potenz aus. Produziert wird es hauptsächlich im Hoden. Der Wert wird ermittelt bei Impotenz, aber auch bei Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsknick, Schwäche etc.
  • LH (luteinisierendes Hormon): Dieses Hormon wird in der Hirnanhangdrüse produziert. Bei Frauen wird der Wert ermittelt, wenn z. B. Veränderungen des Zyklus auftreten. Bei Männern gibt der Wert Aufschluss über Störungen bei der Spermienentwicklung und Sterilität sowie Testosteronmangel.
  • FSH (follikelstimulierendes Hormon): Bei unerfülltem Kinderwünsch kann der FSH-Wert hilfreich sein. Er deutet bei Frauen auf Unterfunktionen der Eierstöcke und bei Männern auf Störungen der Samenreifung hin.
Schilddrüsenhormone
  • T3 (Trijodthyronin) / fT3 (freies Trijodthyronin) & T4 (Thyroxin) / fT4 (freies Thyroxin): Enthält der Körper zu große Mengen der Hormone T3 und T4, deutet das auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin. Diese kann zu Menstruationsstörungen und weiteren Beschwerden führen.
  • TSH-basal (Thyreoidea-stimulierendes Hormon): Der TSH-Wert ist ein weiterer Indikator für die korrekte Funktion der Schilddrüse. Er wird kontrolliert, wenn der Patient über fehlende Energie, mangelnde Libido und schlechten Schlaf klagt.
Marker für Anämien
  • Ferritin (Depot-Eisen): Ferritin ist ein großes Eiweiß-Molekül. Es ist der wichtigste Eisenspeicher des Körpers. Dieser Wert wird bei Verdacht auf Eisenmangel ermittelt. Außerdem zeigt er indirekt Endzündungen und chronische Effekte an, kann aber auch Hinweise auf Tumore geben.
Marker für Entzündungen
  • CRP (C-reaktives Protein): CRP wird wenige Stunden nach einer Entzündungsreaktion in der Leber gebildet. Deshalb eignet es sich als sehr genauer Entzündungsmarker. Liegt z. B. Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung vor, dann wird dieser Wert betrachtet. Dank der Ad-hoc-Diagnostik können wir ihn bereits nach wenigen Minuten ermitteln.
  • PCT (Procalcitonin): PCT gehört zu den sogenannten Akute-Phase-Proteinen und zeigt sehr frühzeitig bakterielle Entzündungen an. Dadurch lassen sich bakterielle Infektionen frühzeitig erkennen und von viralen Infektionen unterscheiden. Eine Antibiotikatherapie ist somit genauer steuerbar und unnötige Antibiotikagaben können vermieden werden.
Marker für Nierenfunktionsstörung
  • CysC (Cystatin C): CysC ist ein genauerer Wert als Kreatinin. Er sagt viel über die Nierenfunktion aus und wird bei Verdacht einer Niereninsuffizienz kontrolliert. Ist die Konzentration im Blut bei einem Patienten zu hoch, überweisen wir an einen Facharzt für Nierenerkrankungen (Nephrologe).
Vitamine
  • Vitamin D (Calcifediol): Vitamin D kann vom Menschen theoretisch selbst produziert werden. Dazu benötigen wir Lebensmittel mit viel Vitamin D (Lachs, Hering, Makrele, weniger Leber, Margarine, Eigelb, bestimmte Pilze) und ausreichende Sonnenexposition. Doch gerade im Herbst/Winter sowie bei Arbeiten, die überwiegend in geschlossenen Räumen stattfinden, ist dies nicht in ausreichendem Maße möglich. Dieser Vitamin-D-Mangel äußert sich durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Muskelschwäche, Knochenschmerzen usw. In solchen Fällen kann man Vitamin D als Tablette zuführen. Um eine genaue Therapie und die korrekte Dosis zu bestimmen, sollte der Vitamin D Wert im Blut vorher ermittelt werden.
Bestimmung Viren und Bakterien
  • PCR (Polymerase chain reaction): Ein recht neues Verfahren, bei dem die Erbinformation der Krankheitserreger ausgelesen wird. Damit lassen sich in einer Probe auch viele Krankheitserreger in sehr kurzer Zeit identifizieren, meist innerhalb von wenigen Stunden. Bekannt wurde dieses Verfahren vor allem durch die COVID Diagnostik. Unser modernes PCR Gerät kann sexuell übertragbare Krankheiten sowie auch das Coronavirus in kürzester Zeit (üblicherweise <3 Stunden) nachweisen. Wir können die wichtigsten 10 sexuell übertragbaren Krankheiten (HSV1, HSV2, C.trachomatis, H.ducreyi, M.genitalis, M.hominis, N.gonorrhoeae (Tripper), T.pallidum (Syphilis), U.urealyticum, T.vaginalis) mit einer Probe auslesen.
Urindiagnostik und mikrobiologisches Labor
  • Urintest: Wir benutzen ein computergestütztes Analysesystem für unsere Urinstreifendiagnostik. Ergeben sich dort verdächtige Befunde, führen wir eine erweiterte mikroskopische Untersuchung des Urinsedimentes durch. Dort wird u. a. nach Entzündungszellen, Blut oder Bakterien gesucht.
  • Urinkultur und Austestung: Bei Bedarf streichen wir die Urinproben auf Nährböden aus. Dort werden die Keime angezüchtet. Nach 18 Stunden können die Proben zur weiteren Diagnostik in unser vollautomatisches Analysesystem Vitek2 Compakt gegeben werden. Binnen 24 Stunden liefert dieses computergestützte Analysesystem sowohl eine Identifizierung des Keimes als auch ein Antibiogramm. Somit kann man eine zielgerichtete und eventuell auch schonendere Antibiotikatherapie direkt beginnen – und vermeidet sinnlose und schädliche Antibiotikatherapien.

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