eswt

ESWT Urologie Lutherer

ESWT – Extrakorporale Stoßwellentherapie

Linienförmiger Therapiefokus – Einzigartig für die Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED)

Piezo Stoßwelle zur Behandlung urologischer Beschwerden.

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein innovatives, schonendes Therapieverfahren.Bei der ESWT werden Schallwellen gebündelt in bestimmte Körperareale geleitet, um dort eine regenerative Wirkung im Zielgewebe zu entfalten.

Die Piezo-Stoßwellentechnologie wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, der Induratio Penis Plastica und dem chronischen Beckenschmerz-Syndrom eingesetzt. Sie bietet hier eine einmalige Flexibilität der Therapiequellen, die den individuellen Anforderungen der Erkankungen gerecht werden.

Die Therapie wird ambulant ohne Anästhesie durchgeführt. Sie ist schmerzarm und dauert lediglich einige Minuten. Der Therapiekopf wird auf der Haut positioniert und dann dem anatomischen Verlauf des Zielgewebes folgend bewegt.

Erektile Dysfunktion (ED)

Die Weiterentwicklung der ESWT ED

„Linear Shockwave Tissue Coverage“ ein einmaliges Therapiekonzept zur Behandlung der Erektilen Dysfunktion.

Basierend auf einer ausreichenden Evidenz gehört die niederenergetisch fokussierte Stoßwellentherapie zu den „First-Line“ Therapien der European Association of Urology (EAU) Guidelines.
Die Verwendung punktförmiger Stoßwellen (Abb. 1) hat dabei seit längerem gute Ergebnisse bei der Behandlung der vaskulären ED gezeigt.

Die Weiterentwicklung der Piezo-Stoßwellentechnologie, unter Verwendung einer Therapiequelle mit einem linear fokussierenden, voluminösen Therapiefokus brachte einen weiteren entscheidenden Durchbruch.

In Verbindung mit dem neuen optimierten Therapiekonzept der LSTC-ED wurden die Applikationstechnik und die Therapieergebnisse entscheidend verbessert.

Die linienförmig fokussierende Stoßwelle ermöglicht damit erstmals den gesamten Schwellkörperverlauf schnell und umfassend zu behandeln. Hierzu wird die Therapiequelle im rechten Winkel zu den Schwellkörpern angesetzt (Abb. 2).

Dabei wird sie in Längsrichtung entlang des Penis (Corpora cavernosa (Abb. 3)) und des Perineum (Crura Penis (Abb. 4)) geführt.

Dies garantiert eine maximale und homogene Energieeinbringung im Zielgewebe.

Stosswellentherapie 1
Abb. 1: Herkömmlicher ESWT-Technologien ermöglichen lediglich eine punktuelle Energieabgabe in die Schwellkörper.
Stosswellentherapie 4
Abb. 2: Platzierung der Therapiequelle im rechten Winkel zum Schwellkörperverlauf. Die linienförmig fokussierende Stoßwelle des PiezoWave² ermöglicht erstmals den gesamten Schwellkörperverlauf schnell und umfassend zu behandeln und garantiert so eine maximale und homogene Energieeinbringung ins Zielgewebe.
Stosswellentherapie 2
Abb. 3: Linienförmig fokussierte Stoßwellentherapie in LSTC-ED Technik entlang der Corpora cavernosa.

Stosswellentherapie 3
Abb. 4: Linienförmig fokussierte Stoßwellentherapie in LSTC-ED Technik entlang der Crura Penis.

Was sind Stoßwellen und wie funktionieren sie?

Energiereiche Wellen, die sich schneller als mit Schallgeschwindigkeit ausbreiten, treffen gebündelt auf unterschiedliche Tiefen im Körper und lösen dabei eine Kaskade an zellulären und molekularen Ereignissen aus, der sogenannten Mechanotransduktion.

Einzigartig in der Medizintechnologie wird die mechanische Energie der Stoßwellen im erkrankten Ziel-Gewebe in biochemische Signale umgewandelt. Somit kann ESWT pathologisch verändertes Gewebe reparieren, eine Regeneration erreichen und zu einer vollständigen Selbstheilung führen.

Wirkmechanismen der Extrakorporalen Stoßwellen

Extrakorporale Stoßwellen sind als ein mechanischer Stressor zu verstehen, der in der Lage ist, biochemische Veränderungen in lebenden Geweben herbeizuführen, der sogenannten Mechanotransduktion. In der Literatur beschriebene Wirkmechanismen und Effekte der ESWT:

  • Neovaskularisation
  • Lokale Durchblutungsförderung und Unterdrückung der proinflammatorischen Prozesse
  • Induzierte Ausschüttung von Wachstumsfaktoren wie TGF-ß1, VEGF
  • Anregung zur mesenchymalen Stammzellenmigration
  • Antibakterieller Effekt
  • Stimulation der Fibroblasten Proliferation